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QI YANG  •  GERTRUDE REUM

Leichtigkeit und Kraft

QI YANG - GemäldeQI YANG - Dao, 1996

Qi Yang (1952 Wuhu,V.R.China) ist ein in der zeitgenössischen Kunst herausragender Künstler. Seine intellektuelle Malerei und seine philosophischen Installationen wie „Beyond the Heaven“ (2002 National Art Museum Beijing; Von der Heydt Museum Wuppertal; Ludwig Museum Koblenz), oder „Über das Nichts hinaus“ (Rheinisches Landesmuseum, Bonn 2004) und demnächst „Das Jahr des Drachen – Der Mensch des Drachen“ (Ludwig Galerie Schloss Oberhausen, 24.4.-26.8) ziehen in Fachkreisen die Aufmerksamkeit auf sich. Die Erstellung von Bildräumen, ihre Eroberung und Steigerung durch malerische Mittel haben in seinen Arbeiten immer eine große Bedeutung.

Nach Abschluss seines Studiums an der Universität in Anhui und mehrjähriger Anstellung als Dozent an der Kunstakademie der Universität Shanghai kam er 1987 durch einen Kunstaustausch an die Hochschule der Künste Berlin. Seit 1988 Studium der Philosophie in Heidelberg und 1996 Promotion zum Dr. der Philosophie. In diesen Jahren findet er in seinem künstlerischen Schaffen seine authentische Sprache, die eindrucksvoll die ambivalente Situation zweier Kulturen in Deutschland und in China widerspiegelt.

Qi Yang arbeitet mit formalen Grenzüberschreitungen, mit dem assoziativen Spiel zwischen vorgedachten Denkstrukturen und den damit verbundenen Gedanken an Überwindung und Infragestellung des Vorgedachten. Im freien Assoziieren aller Möglichkeiten nutzt er die problematische Rolle des Grenzgängers positiv und eröffnet für den Betrachtenden ungeahnte Möglichkeiten des Mitspielens. Raumgreifende Konstruktionen und wuchtig ins Bild gesetzte Pinselschwünge sind charakteristische Merkmale seiner Arbeiten.

Gertrude Reum (1926 Saarbrücken) vermittelt mit ihren Chromnickelstahl-Skulpturen und Metalltafeln sowohl im Raum wie auch in der Natur die Illusion fliessender Bewegungen.

Das zentrale Thema ist die Auseinandersetzung mit den Phänomenen von Raum, Zeit, Bewegung und Licht. Die eingeschliffenen “Lichtbündelungen” auf den Metalltafeln durchfliessen bei wechselndem Standort des Betrachters als Lichtreflexe den Bildraum. Dies gilt besonders für Reums Chromnickelstahl-Skulpturen, deren sechs schlanke Rohre sich bis zu sechs Meter aus der Basis in die Höhe winden und Assoziationen vegetabiler Formen wecken, die durch die gleissenden Lichtreflexe in Bewegung zu sein scheinen und ein dynamisches Eigenleben entwickeln. Seit 1997 arbeitet die Künstlerin vorwiegend an monumentalen Metallskulpturen von bis zu sechs Meter Höhe.

Gertrude Reum ist mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und ihre Werke sind in bedeutenden Sammlungen, Institutionen und Kirchen in Deutschland und der Schweiz vertreten.