ZORAN MUSIC • ANDREAS LEGATH

Metamorphosen, Erosion und Zerfall

7.MAI – 26.JULI 2013

Zoran Music.  Traghetto IV 1949. Kaltnadel 17,x 27cm.
Zoran Music. Traghetto IV 1949. Kaltnadel 17,x 27cm. Pro Litteris Zürich,2013
Zoran Music.  Traghetto IV 1949. Kaltnadel 17,x 27cm.
Andreas Legath. Valle dell Inferno 2007. Mischtechnik. 37x56cm.

Bereits während seiner Studienzeit hat Andreas Legath den über 50 Jahre älteren Zoran Music bewundert, ihn öfters besucht und mit ihm Gedankenaustausch gepflegt. Der Gegenüberstellung der Gedankenwelt dieser beiden Künstler widmet sich unsere Ausstellung, in der die subtilen Papierarbeiten räumliche Präsenz und angehaltene Stille vermitteln und die inneren Landschaften der beiden Künstler offenbaren. Beider Arbeiten unterwerfen sich dem Gesetz der Metamorphose, der Erosion und des Zerfalls. Musics organische Leichenberge transformieren zu rhythmischen Hügelzügen, und Legath mittels des mineralischen Materials Landschaften aufbaut, auflöst und zerfallen lässt.

Bei Zoran Music (1909–2005) sind die Werke geprägt durch die traumatischen Erfahrungen in Dachau, deren Erinnerungen er im Laufe seines langen Lebens immer wieder transformiert und v.a. in seiner erschütternden Werkreihe „Nous ne sommes pas les Derniers“ verarbeitet.

Andreas Legath (1961) erwandert seine Landschaften und transformiert diese seiner inneren Klangvorstellung folgend. Er verarbeitet das von ihm gesammelte mineralische Material und lässt seine Bildwelt haptisch erlebbar werden.

In der Ausstellung werden von Zoran Music Aquarelle, Gouachen, Zeichnungen, Kaltnadelradierungen und Farblithographien der Jahre 1948–1985 gezeigt, darunter auch aus der Serie „Nous ne sommes pas les Derniers“.
Von Andreas Legath werden u.a. Mischtechniken aus den Serien „Valle dell’Inferno 2007“, „Sardegnia Murata 2009“, „Linosa 2011-12“, „Aliano 2013“ sowie feine Radierungen gezeigt.