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ARTURO DI MARIA

spazio x

ARTURO DI MARIA ARTURO DI MARIA ARTURO DI MARIA ARTURO DI MARIA

V E R N I S S A G E:
FREITAG, 8.MAI,   18 - 20 UHR

IN ANWESENHEIT DES KÜNSTLERS
EINFÜHRUNG  18.30 UHR: YVONNE TÜRLER, KUNSTHISTORIKERIN

O P E N   H O U S E:
SAMSTAG/SONNTAG 13./14.JUNI, 11–17 UHR

F I N I S S A G E: 17.JULI, 16-19 UHR

Der 1940 in Catania /I geborene Arturo Di Maria gerät nach seiner Ankunft 1974 in Zürich unter den Einfluss der „Zürcher Konkreten“ Max Bill und Richard Paul Lohse. Er setzt sich intensiv mit dem Manifest von Theo van Doesburg (1930) auseinander. Im Gegensatz zu dessen strengsten Forderungen sieht er jedoch den Menschen im Zentrum des Universums. Er befasst sich mit Teilhard de Chardins Philosophie (vgl. „Der Mensch im Kosmos“) und entwickelt nach intensiven Denkprozessen seine Raumkonzepte.
In den 80er Jahren entdeckt er die kontinuierliche Schwingung der magnetischen Welle, die sich in die Unendlichkeit fortsetzt und ihn zu seinem Konzept der kontinuierlichen Bewegung inspiriert. Seit 1984 hat er seine unverwechselbare persönliche Bildsprache gefunden, in der auch seine von ihm selbst gemischten typischen Farben Rot, Gelb, Grün und Anthrazit eine existenzphilosophische Bedeutung aufweisen. Sie wird zur Grundlage für seine künstlerische Weiterentwicklung. In der Folge stellt Di Maria das Quadrat in den Mittelpunkt seiner Recherchen. Der Rhythmus von Farben und Flächen und die Wechselwirkung von Ruhe und Bewegung prägen diese Bilder. Gleichzeitig entstehen Skulpturen aus Metall und als Antwort auf die Bankenkrise die Grossskulptur „Gold und Geist“ aus vier ineinander verkeilten gleichseitigen Stahlkuben, die in Schieflage gebracht sind und dadurch eine Stabilität von  prekärem Gleichgewicht balancieren. Die Jury von „Kunst im öffentlichen Raum in Zürich“ zeigte sich von der skulpturalen Behauptungskraft überzeugt, die sich selbstbewusst den städtebaulichen Dimensionen des Tessinerplatzes beim Bahnhof Enge stellt.
Ab 2009/2010 beginnt eine strenge Reduktion der Bildelemente und in der Folge eine subtile Ausweitung der Wahrnehmungsmöglichkeit. Dank seiner philosophischen Gedankenwelt bleibt Di Maria auch mit den seit 2013 entstandenen Werken seinem Prinzip „Orte des Seins“ zu schaffen treu. Es geht ihm darum undefinierte Räume zu visualisieren. Intuitiv „komponiert“ er mit spielerischer Sicherheit lyrische Räume, deren Harmonie auf der Wechselwirkung zwischen Flächen, Linien und Farben beruhen.