GRAZIANO MARINI (1957 Todi, PG/I)
Bereits während seiner akademischen Ausbildung interessiert sich Marini besonders für die Wechselwirkung von Licht, Farbe und Raum. Mit konsequenter Reduktion auf Farbe und geometrische Gliederung der Bildfläche erreicht der Künstler in seiner Malerei einen grossen Reichtum an Ausdrucksmöglichkeiten. Auf seinen Reisen v.a. im Irak, Iran und in Afghanistan hinterlassen die ständig wechselnden Lichtstimmungen voller fantastischer Farben sowie geheimnisvolle, intensive Gerüche tiefe emotionelle Eindrücke bei ihm, welche in der Folge in seinem künstlerischen Schaffen verarbeitet werden. Die auf dem vielschichtigen monochromer Bildgrund angedeuteten Rhythmen bei den jüngsten Gemälden bewirken durch Brechung der Fläche eine dynamische Wechselwirkung zwischen Licht, Farbe und Raum. Im Ausloten der Möglichkeiten zwischen Materialisierung und Vergeistigung erreicht Marini höchst komplexe Lichtwirkungen.