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Das zentrale Thema im Werk von Gertrude Reum ist die Auseinandersetzung mit den Phänomenen von Raum, Zeit, Bewegung und Licht. Ihre Metalltafeln mit den in die Fläche eingeschliffenen "Lichtbündelungen" wirken scheinbar körperhaft, wobei bei wechselndem Standort des Betrachters die Linien als Lichtreflexe den Bildraum durchfliessen. Heraklits Satz "Alles ist im Fluss" gilt im besonderen Masse für Reums Chromnickelstahl-Skulpturen, bei denen sich aus der Basis sechs schlanke Rohre bis zu sechs Metern in die Höhe winden. Sie wecken Assoziationen zu vegetabilen Formen, die durch die gleissenden Lichtreflexe in Bewegung zu sein scheinen und ein dynamisches Eigenleben entwickeln. |